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Service für Mitglieder

Die IHC Geschäftsstelle

Am Niederwall in Bielefeld ist der Sitz der IHC Geschäftsstelle. Hier betreut der IHC Industrie- und Handelsclub Ostwestfalen- Lippe seine mehr als 900 Mitglieder. Das Team der Geschäftsstelle steht montags bis donnerstags von 9.00 bis 13.00 Uhr zur Verfügung.

Telefon: 0521 177111; Fax: 0521 177161
E-Mail: info(at)ihc-owl(dot)de


Der Ball der Wirtschaft

Einer der Höhepunkte im Jahresprogramm des Industrie- und Handelsclubs Ostwestfalen-Lippe e. V. ist der Ball der Wirtschaft, der am 9. November 2019 zum 22. Mal gefeiert wird. An diesem festlichen Ereignis in der Stadthalle Bielefeld nehmen Hunderte von Gästen aus der Region teil. Einen Vorgeschmack liefern die Bildergalerien der Vorjahre.

www.ball-der-wirtschaft-bielefeld.de

Kapitale Wachstumschancen im Fokus (v.l.): IHC Präsident Dirk U. Hindrichs im Gespräch mit Johann von Wersebe, Managing Director Morgan Stanley Bank AG in Frankfurt, und IHC Geschäftsführerin Susanne Schaefer-Dieterle.

06.02. 2013 | IHC Vortrags- und Diskussionsveranstaltung
Johann Christian von Wersebe
, Managing Director Morgan Stanley Bank AG, Frankfurt

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siehe auch Artikel unter Medienresonanz.

 

Neue Finanzkonzepte für Mittelständler

Johann Christian von Wersebe von der Morgan Stanley Bank skizziert Chancen von  Anleihen und Schuldverschreibungen

Im deutschen Mittelstand geht es vor allem bodenständig, traditions- und qualitätsbewusst zu. Der Mittelständler an sich gilt als zurückhaltend und eher vorsichtig, selten risikofreudig. Doch traditionelle Werte, die früher den Erfolg eines Unternehmens nachhaltig  sicherstellten, stehen in Zeiten der Globalisierung oft in einem völlig anderen Kontext.

Johann von Wesebe, Managing Director Morgan Stanley Bank AG, Frankfurt, riet in seinem IHC Vortrag „Globalisierung des deutschen Mittelstands: Chancen und Risiken aus finanzwirtschaftlicher Perspektive“ zum Umdenken. Er zeigte, dass es für mittelständische Unternehmen vielfältige Wege gibt, Wachstumschancen zu nutzen und sich somit auf dem Weltmarkt neu zu positionieren.

Der Gast aus Frankfurt versprach den rund 100 IHC Mitgliedern und Gästen zu Beginn einen bewusst praktisch orientierten Erfahrungsbericht. Aus der Sicht internationaler Investoren gelte der deutsche Mittelstand als stark operativ ausgerichtet. Die Fokussierung liege auf bewährten Kernkompetenzen, die Qualitäts- und Produktführerschaft werde angestrebt. Der Inhaber und das Top-Management in typischen, häufig familiengeführten Unternehmen seien an zahlreichen Abläufen aktiv beteiligt. Sie prägen Unternehmenskultur und -prozesse nachhaltig und sind mit Produkten und Märkten emotional verbunden. Das sei eine Erklärung dafür, dass viele Entscheider radikale Veränderungen hinausschieben oder gar vermeiden. Dies wiederum nehme Einfluss auf die finanzielle Basis des Unternehmens, bei der Kapitalbeschaffung herrsche geringe Flexibilität.

Der Finanzspezialist empfahl, neue strategische Wege zu gehen. Als entscheidende unternehmerische Herausforderung sehe er auch bei der Finanzierung die „intelligente Diversifikation“. International erfolgreiche Mittelständler nutzten etwa die Präsenz auf dem Börsenparkett, um sich unternehmerisch auf den global geprägten Märkten weiterzuentwickeln. Er gab sich sicher: Der deutsche Mittelstand wird das Anleihen- und Schuldscheinwesen für sich erschließen. Auch Eigentümerwechsel und drohende Insolvenzen ändern gewohnte finanzielle Beschaffungsstrategien. Neues Kapital komme zudem aus dem Ausland: Am weltweiten Wirtschaftswachstum haben die Schwellenländer beachtliche Anteile. Der deutsche Mittelstand sei für Investoren attraktiv und gelte derzeit als „sicherer Hafen“.

Zwei Fallbeispiele unterstreichen diese Entwicklungen: Das Unternehmen Heidelberg Zement hat sich erfolgreich aus der Krise herausgearbeitet und wird heute zu 90 Prozent über Anleihen finanziert. Das Unternehmen Putzmeister ging den radikalen Weg, wendete durch den Verkauf an einen chinesischen Wettbewerber den Konkurs ab und hat sich anschließend neue unternehmerische Dimensionen erschlossen.

Ein global relevantes Thema und ein würdiger Abschluss: In seiner Rolle als Präsident führte Dirk U. Hindrichs ein letztes Mal durch eine lebendige Vortrags- und Diskussionsveranstaltung des IHC. Nach acht Jahren Amtszeit macht er satzungsgemäß Platz für einen neuen Präsidenten, der am 20. März 2013 auf der IHC Mitgliederversammlung gewählt wird. Hindrichs versicherte, dass ihm die Moderationen immer viel Spaß gemacht haben. Er wird den IHC tatkräftig in Zukunft als Beiratsmitglied unterstützen.

www.morganstanley.com

Text: Sandra Hankel / Fotos: Susanne Freitag


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