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Service für Mitglieder

Die IHC Geschäftsstelle

Am Niederwall in Bielefeld ist der Sitz der IHC Geschäftsstelle. Hier betreut der IHC Industrie- und Handelsclub Ostwestfalen- Lippe seine mehr als 900 Mitglieder. Das Team der Geschäftsstelle steht montags bis donnerstags von 9.00 bis 13.00 Uhr zur Verfügung.

Telefon: 0521 177111; Fax: 0521 177161
E-Mail: info(at)ihc-owl(dot)de


Der Ball der Wirtschaft

Einer der Höhepunkte im Jahresprogramm des Industrie- und Handelsclubs Ostwestfalen-Lippe e. V. ist der Ball der Wirtschaft, der am 9. November 2019 zum 22. Mal gefeiert wird. An diesem festlichen Ereignis in der Stadthalle Bielefeld nehmen Hunderte von Gästen aus der Region teil. Einen Vorgeschmack liefern die Bildergalerien der Vorjahre.

www.ball-der-wirtschaft-bielefeld.de

Referent Dr. Michael Frenzel, Chairman des World Travel & Tourism Council (Mitte) mit den IHC Präsidiumsmitgliedern Dr. Dieter Wirths (l.) und Marcus Graf von Oeynhausen-Sierstorpff, der den Abend moderierte.

12.06.2013 | IHC Vortrags- und Diskussionsveranstaltung
Dr. Michael Frenzel
, Chairman World Travel & Tourism Council

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Siehe auch Berichterstattung unter Medienresonanz.

„Die Tourismusmärkte der Zukunft: Wohin geht die Reise?“

Die digitale Revolution reist mit
Ex-TUI-Chef Dr. Michael Frenzel referiert zur Entwicklung des globalen Tourismus

Ob ans Mittelmeer, auf Städtetour oder zu exotischen Fernzielen – wer in den Urlaub reist, möchte dort die schönsten Wochen des Jahres erleben. Der Tourismus muss dabei, wie so vielen andere Branchen auch, mit den massiven digitalen und technologischen Fortschritten unserer Zeit gleichziehen. Denn Kundenwünsche werden individueller, Ansprüche immer höher.

Dr. Michael Frenzel, Chairman des World Travel & Tourism Council (WTTC), nahm die Mitglieder und Gäste des Industrie- und Handelsclubs Ostwestfalen-Lippe mit auf eine spannende Vortragsreise über die „Tourismusmärkte der Zukunft“. Zudem skizzierte er den Wandel des Industriekonzerns Preussag zur TUI Unternehmensgruppe, die sich mit heute über 30 Millionen Kundinnen und Kunden zu Europas führendem Tourismus-Dienstleister entwickelt hat. 

Der Mischkonzern Preussag hat seinen Unternehmensschwerpunkt seit 1997 völlig neu strukturiert, um nicht weiter vom konjunkturanfälligen Stahlgeschäft abhängig zu sein. In der Touristik wurde eine margenstärkere Alternative gefunden. Die Branchenzahlen sprechen für sich: Weltweit ist jeder siebte Arbeitsplatz mit dem Tourismus verbunden, 4 Billionen Euro Umsatz werden jährlich erwirtschaftet.

Als Vorstandsvorsitzender hat Frenzel für die Preussag viele Geschäftsverkäufe und Neuinvestitionen umgesetzt, das Ziel der integrierten Wertschöpfung dabei stets im Blick: „Der Weg zum Ferienmacher war nicht selbstverständlich, es gab viele Hindernisse – doch wir sind konsequent geblieben!“ Mit Erfolg: Preussag erwarb etwa die Hapag Lloyd AG mit ihren Airlines, Kreuzfahrtschiffen, Reisebüros, inklusive der Anteile an der damaligen TUI – und legte somit den Grundstein für den heutigen TUI-Konzern, mit all seinen touristischen Beteiligungen und Marken.

Um erfolgreich auf dem weltweiten Tourismusparkett bestehen zu können, müssen globale Megatrends gut beobachtet werden. Europa ist und bleibt einer der stärksten Reisemärkte, doch auch Brasilien oder Russland wachsen stetig. Bis 2020 wird sich die Anzahl chinesischer Europareisender vervierfachen. „Die Kundenbedürfnisse unterscheiden sich massiv“, so der Tourismusbotschafter. Wer reist wohin, bucht dabei wie und zahlt mit welchen Mitteln? Darauf gibt es keine einheitliche Antwort: „Demografische Eckdaten helfen wenig. Prince Charles und Ozzy Osbourne sind beide Jahrgang 1948, durchaus vermögend und haben Kinder im selben Alter – doch würden sie auch die gleiche Reise buchen?“ Eher unwahrscheinlich. Die Lösung sind deshalb maßgeschneiderte Urlaubsangebote mit flexibel buchbaren Elementen. Zum Beispiel Themenkreuzfahrten, bei denen vom Golfturnier bis zur „Heavy Metall Cruise“ an Bord alles geboten wird.

Eines haben alle Urlauber gemeinsam: Sie erwarten ein authentisches Reiseerlebnis – doch das Reiseziel ist laut Frenzel nicht immer entscheidend: „Mit differenzierten Hotelkonzepten erzielt TUI eine sehr hohe Kundenzufriedenheit“. Das ist in einer immer transparent werdenden Welt, in der Hotels über Internetportale binnen Sekunden bewertet werden können, ein wichtiges Kriterium. Digitale Vernetzung findet überall statt, auch im Urlaub: „Die Geschwindigkeit, mit der sich Kunden heute an neue Technologien gewöhnen, ist atemberaubend“. Deshalb müsse der Zugriff auf sämtliche „Digital Touchpoints“ vor, während und nach der Reise gewährleistet sein.

Im Anschluss an die von IHC Präsidiumsmitglied Marcus Graf von Oeynhausen-Sierstorpff moderierte Veranstaltung hatte der WTTC-Chef nicht bloß das Fernweh, sondern auch die Fragelust der etwa 80 anwesenden Unternehmerinnen und Unternehmer geweckt. Zum Thema Demografiewandel erläuterte er, dass zwar 50 Prozent der Reisenden älter als 55, die Affinität zu neuen Medien jedoch nicht vom Alter anhängig sei. Außerdem bekräftigte er, dass die Pauschalreise dank Deutschlands besonderer Reisebürolandschaft „noch längst nicht tot ist“. Auch Krisenszenarien aufgrund von Aschewolken oder Tsunamis waren ein großes Thema. Letztendlich blieb nach einem spannenden Vortrag die Erkenntnis, dass „der Wunsch zu reisen bei den Menschen immer bestehen wird.“

Bericht: Sandra Hankel / Fotos: Susanne Freitag


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