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Service für Mitglieder

Die IHC Geschäftsstelle

Am Niederwall in Bielefeld ist der Sitz der IHC Geschäftsstelle. Hier betreut der IHC Industrie- und Handelsclub Ostwestfalen- Lippe seine mehr als 900 Mitglieder. Das Team der Geschäftsstelle steht montags bis donnerstags von 9.00 bis 13.00 Uhr zur Verfügung.

Telefon: 0521 177111; Fax: 0521 177161
E-Mail: info(at)ihc-owl(dot)de


Der Ball der Wirtschaft

Einer der Höhepunkte im Jahresprogramm des Industrie- und Handelsclubs Ostwestfalen-Lippe e. V. ist der Ball der Wirtschaft, der am 9. November 2019 zum 22. Mal gefeiert wird. An diesem festlichen Ereignis in der Stadthalle Bielefeld nehmen Hunderte von Gästen aus der Region teil. Einen Vorgeschmack liefern die Bildergalerien der Vorjahre.

www.ball-der-wirtschaft-bielefeld.de

Diskussion zur Energiewende (v.l.): Dietmar Engel, Gastgeber und Partner HLB Stückmann, Lena Strothmann, MdB, der Referent Peter Altmaier und IHC Präsidiumsmitglied Dr. Dieter Wirths.

17.07.2013 | IHC Special: Bundestagswahl 2013
Peter Altmaier
, Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

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Siehe auch Berichterstattung unter Medienresonanz.

Energiewende: CDU/CSU-Politik für die deutsche Mehrheit

Peter Altmaier über erneuerbare Energien und die Chance zu einer nachhaltigen Politik

Die Energiewirtschaft will unrentable Kraftwerke vom Netz nehmen, Unternehmen sorgen sich um Kosten und Versorgungssicherheit, die EEG-Umlage belastet schon heute die Verbraucher, das Thema Fracking sorgt quer durch die Parteien für kontroverse Diskussionen. Die Liste der Themen des Bundesministers für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit ist mindestens ebenso lang wie sein Arbeitstag. Der begann um 4:30 Uhr in Litauen, beinhaltete ein Geburtstagsständchen für die Kanzlerin, die alltäglichen Amtsgeschäfte und den Besuch bei den Mitgliedern des IHC Industrie- und Handelsclub Ostwestfalen-Lippe. Diese waren in großer Runde zum Abschluss der Reihe „IHC Special: Bundestagswahl 2013“ in den Räumen von HLB Stückmann in Bielefeld zusammengekommen.

Peter Altmaier sprach zum Thema: „Energiewende: Größtes wirtschaftspolitisches Projekt seit dem Wiederaufbau Deutschlands“. Seine These: „Die komplexe politische Herausforderung der kommenden Jahre spiegelt sich in der Energiewende.“ Denn gesamtpolitisch sei der „Übergang zu einer nachhaltigen Politik“ notwendig, so Altmaier. Gerade die großen Bauprojekte wie Stuttgart 21, der Berliner Flughafen oder die Hamburger Elbphilharmonie seien gute Beispiele dafür. Sie alle hätten ihren schlechten Verlauf den Fehlplanungen der Anfangszeit zu verdanken – dass diese jeweils in die Regierungszeit von Rot/Grün fielen, ließ er als Wahlkämpfer nicht unerwähnt.

Kernfehler der Vergangenheit waren, so der Umweltminister, dass zu häufig „das Prinzip des Sozialstaats vom Prinzip der Marktwirtschaft getrennt“ und „wirtschaftliches Wachstum auf Kosten der Umwelt realisiert“ worden sei. Mit der Energiewende will die CDU/CSU ein Modell entwickeln, das „Umwelt und Wohlstand“ verbindet. Denn „Kernenergie ist keine Antwort“ sagte Altmaier nicht zuletzt wegen des rasant wachsenden Energiebedarfs von Ländern wie China oder Indien, deren Sicherheitsstandards für den Bau sicherer Kernkraftwerke zumindest problematisch seien.

Deutschland könne eine Vorreiterrolle einnehmen und ein Energiekonzept entwickeln, das weltweit Beachtung finde, indem es den Energiebedarf von 82 Millionen Menschen deckt, ohne die Umwelt zu belasten. In vielen Bundesländern wie Bayern, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern oder Niedersachsen zeige sich zudem, dass „die Energiewende längst ein Wertschöpfungsmodell für den ländlichen Raum geworden ist“.

Auch die deutsche Industrie ist gefordert: Weltweit führend in Forschung und Entwicklung, habe sie „sich anzupassen und neue Lösungen zu finden“, so Peter Altmaier. Die Verantwortung der Politik wiederum sei es, für „klare Rahmenbedingungen, die Planung und die notwendige Kostensicherheit“ zu sorgen. Das schließt auch den Abbau von unbegrenzten Subventionen, Beispiel Photovoltaik, ein – auch „erneuerbare Energie müssen sich am Markt bewähren.“

Diese Positionen waren nicht immer Bestandteil der CDU/CSU-Politik. Womit er diesen Schwenk der Bundesregierung von der noch Ende 2010 angekündigten Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke hin zur Energiewende begründe, wurde der Bundesminister dann auch in der abschließenden Diskussionsrunde gefragt. Seine Antwort: „Wir können nicht auf Dauer Politik machen gegen die breiteste Mehrheit der Bevölkerung.“ Die rote Krawatte, das Gastgeschenk des IHC, nahm er gern von Dr. Dieter Wirths in Empfang, der den Abend moderiert hatte.

Bericht: Martina Höke, Fotos: Susanne Freitag


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