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Service für Mitglieder

Die IHC Geschäftsstelle

Am Niederwall in Bielefeld ist der Sitz der IHC Geschäftsstelle. Hier betreut der IHC Industrie- und Handelsclub Ostwestfalen- Lippe seine mehr als 900 Mitglieder. Das Team der Geschäftsstelle steht montags bis donnerstags von 9.00 bis 13.00 Uhr zur Verfügung.

Telefon: 0521 177111; Fax: 0521 177161
E-Mail: info(at)ihc-owl(dot)de


Der Ball der Wirtschaft

Einer der Höhepunkte im Jahresprogramm des Industrie- und Handelsclubs Ostwestfalen-Lippe e. V. ist der Ball der Wirtschaft, der am 9. November 2019 zum 22. Mal gefeiert wird. An diesem festlichen Ereignis in der Stadthalle Bielefeld nehmen Hunderte von Gästen aus der Region teil. Einen Vorgeschmack liefern die Bildergalerien der Vorjahre.

www.ball-der-wirtschaft-bielefeld.de

Der Hamburg-Süd-Chef beim IHC (v.l.): IHC Präsidiumsmitglied Dr. Dieter Wirths, der Referent Dr. Ottmar Gast, IHC Geschäftsführerin Susanne Schaefer-Dieterle und IHC Präsidiumsmitglied Dr. Alfred Oetker.

09.09.2013 | IHC Vortrags- und Diskussionsveranstaltung,
Dr. Ottmar Gast, Sprecher der Geschäftsführung Hamburg Süd Gruppe


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Siehe auch Berichterstattung unter Medienresonanz.

Sicherer Kurs durch die Krise

Reederei-Chef Dr. Ottmar Gast über die Umbrüche in der Container-Schifffahrt

Die Handelsschifffahrt ist derzeit durch hohe Kapitalintensität, massiven Preisdruck und Überkapazitäten sowie durch ein noch nie dagewesenes negatives Wachstum gekennzeichnet. Dr. Ottmar Gast, Sprecher der Geschäftsführung der Reederei Hamburg Süd KG, zeichnete in seinem Vortrag „Stürmische Geschäfte auf den Weltmeeren“ ein kritisches Bild der Branche. 130 IHC Mitglieder und zahlreiche Gäste erlebten einen interessanten Abend mit bislang wenig bekannten Informationen, der von IHC Präsidiumsmitglied Dr. Alfred Oetker moderiert wurde.

Container-Reeder haben in den letzten fünf Jahren kein Geld verdient, die Frachtraten sind auf niedrigem Niveau, kleineren Reedereien droht das Aus. Der wahre Sturm der Branche findet jedoch nicht auf hoher See, sondern an Land statt. Es geht um die optimale Steuerung einer industriellen Logistikdienstleistung.

Die Hamburg-Süd-Gruppe gehört mit 4.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie einem Jahresumsatz von rund 5,5 Milliarden Euro in 2012 zu den 20 größten Container-Reedereien der Welt. Das Unternehmen steuert als Teil der Bielefelder Oetker-Gruppe rund 50 Prozent des Gruppenumsatzes bei.

„Der Schifffahrt geht es in der Tat nicht gut“, brachte Dr. Ottmar Gast die Stimmung einer Branche auf den Punkt, deren Unternehmen über viele Jahre von einer „unglaublichen Profitabilität“ verwöhnt waren. „Ups and Downs“ habe es in der Vergangenheit zwar immer wieder gegeben, doch mit der Lehman-Krise in 2008 habe die längste Schwächeperiode begonnen, die es seit dem Zweiten Weltkrieg durchzustehen galt und gilt.

In der heterogenen Branche, in der jeder Marktteilnehmer im Prinzip das gleiche, substituierbare Dienstleistungsprodukt anbietet – den Platz für den Transport eines Containers –  ist der Preisdruck extrem. In immer kürzeren Abständen müssen neue Schiffe geordert werden, Bestellzeiten haben sich auf drei bis vier Jahre reduziert. Einer der Gründe: Die Schiffe fahren heute langsamer, um Öl zu sparen, also brauchen die Reedereien mehr Schiffe, um einen Streckenverkehr zu bedienen.

Moderne Schiffe sind technisch für niedrige Geschwindigkeiten ausgerichtet, daher lohnt sich die Anschaffung. Auf den Linien Europa – Asien sind mittlerweile gigantische Schiffe mit 400 Metern Länge und 60 Metern Breite unterwegs; Hamburg Süd nimmt demnächst Schiffe mit 330 Metern Länge in Betrieb, die historisch die Nord-Süd-Routen mit Schwerpunkten Brasilien und Argentinien abdecken. Da sich keine Käufer finden, müssen alte Schiffe stillgelegt und in Konsequenz verschrottet werden. Massive Verluste haben in den letzten Jahren zahlreiche Käufer der jahrzehntelang hochprofitablen Schifffonds gebeutelt.

Hamburg Süd sieht weiterhin gute Chancen, die Konsequenzen der jüngsten Krisen zu meistern. Es bleibt bei der Strategie, nicht global tätig zu werden, sondern Marktführerschaften in den angestammten Märkten zu sichern. „Wir sind nicht zufrieden mit der Rendite, haben aber im Branchenvergleich recht gut abgeschnitten“, bekräftigte Gast. Wichtig für die Zukunft seien die Kostenführerschaft in der Containerlogistik, eine optimal arbeitenden EDV, die richtigen Schiffe zur richtigen Zeit einsetzen zu können und die Identifikation der eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dem Unternehmen.

Längst nicht vom Tisch sind die ins Stocken geratenen Verhandlungen über einen Zusammenschluss mit Hapag-Lloyd. Die Linienreederei gehört mehrheitlich einem Konsortium unter Beteiligung der Stadt Hamburg und des Logistik-Unternehmers Klaus-Michal Kühne. Bei einem Zusammenschluss könnte die viertgrößte Reederei der Welt entstehen.

www.hamburg-sued.de

Fotos: Christian Weische

 


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