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Service für Mitglieder

Die IHC Geschäftsstelle

Am Niederwall in Bielefeld ist der Sitz der IHC Geschäftsstelle. Hier betreut der IHC Industrie- und Handelsclub Ostwestfalen- Lippe seine mehr als 900 Mitglieder. Das Team der Geschäftsstelle steht montags bis donnerstags von 9.00 bis 13.00 Uhr zur Verfügung.

Telefon: 0521 177111; Fax: 0521 177161
E-Mail: info(at)ihc-owl(dot)de


Der Ball der Wirtschaft

Einer der Höhepunkte im Jahresprogramm des Industrie- und Handelsclubs Ostwestfalen-Lippe e. V. ist der Ball der Wirtschaft, der am 9. November 2019 zum 22. Mal gefeiert wird. An diesem festlichen Ereignis in der Stadthalle Bielefeld nehmen Hunderte von Gästen aus der Region teil. Einen Vorgeschmack liefern die Bildergalerien der Vorjahre.

www.ball-der-wirtschaft-bielefeld.de

Debatte um mediale Umbrüche: Referent Dr. Rainer Esser, Geschäftsführer ZEIT Verlag, Hamburg, im Gespräch mit IHC Präsident Dr. Reinhard Ch. Zinkann.

17.06.2014 | IHC Vortrags- und Diskussionsveranstaltung
Dr. Rainer Esser
, Geschäftsführer Zeitverlag Gerd Buceris GmbH & Co. KG, Hamburg

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Ein Wochenblatt im Wandel der Zeit

ZEIT-Chef Dr. Rainer Esser setzt auf Qualitätsjournalismus mit Herz und Hirn

Die ZEIT ist ein Medium, das viele Menschen durch die ganze Woche begleitet, das immer wieder zum darin Stöbern und Lesen einlädt. Gegen den Trend der Printbranche behauptet sich das Hamburger Wochenblatt sehr erfolgreich am deutschen Markt und genießt ein hohes Ansehen, früher wie heute. Beim IHC referierte ZEIT-Chef Dr. Rainer Esser zum Thema „Zeitungen im digitalen Umbruch – Herausforderungen und Chancen für Verlage von morgen“. Er demonstrierte den rund 80 IHC Mitgliedern und Gästen, wie Redaktionen ihre Leser immer wieder neu packen und begeistern können.

Zahlreichen Verlagen in der Zeitungsbranche geht es nicht gut, Anzeigen- und Auflagenzahlen brechen weg. Nicht so bei der ZEIT: Der Gesamterlös hat sich in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt, für 2014 werden 170 Mio. Euro erwartet. Zwei Drittel des Umsatzes werden mit dem Hauptprodukt, der Wochenzeitung mit einer Auflage von 500.000 Stück, umgesetzt. Esser empfiehlt Zeitungen in der Krise, in ihre Kernkompetenzen zu investieren: in viele talentierte Menschen, die nah am Produkt sind. „Neue Dinge entstehen nicht in den Hirnen von Controllern, sondern in den Herzen der Redakteure“, betont der Zeitungsmann. Ohne Liebe und Leidenschaft sei ein hochwertiger Qualitätsjournalismus nicht zu bewerkstelligen.

Heute reicht ein starker Inhalt allein nicht aus, selbst wenn dieser Inhalt mit treffenden Analysen und Hintergründen versehen ist. Auch das Layout muss kunstvoll gestaltet sein und sollte hin und wieder sogar Furore machen. Warum keinen nackten Mann direkt auf der Titelseite zeigen? Beim Start der Reihe „Was ist männlich?“ wurde genau diese Idee umgesetzt – und von den Leserinnen und Lesern gut angenommen. Der Verlag erhielt bereits viele Preise und Auszeichnungen für die „worlds best designed newspaper“.

Zu den weiteren Erfolgsfaktoren der ZEIT gehören kontinuierliche Innovationen und Verbesserungen. Dem Leser werden in den verschiedenen Magazinen stetig neue Angebote gemacht, diverse Zielgruppen mit Fußball-, Studien- oder Kinderthemen angesprochen. Eine frühe Bindung der jüngsten Leserinnen und Leser sei dabei enorm wichtig und wird bei der ZEIT etwa mit Schulprojekten gefördert. Zudem müssten alle Kommunikationskanäle in den ständigen Entwicklungsprozess eingebunden werden, selbstverständlich auch alle Online- und mobilen Dienste. Hochkarätige ZEIT-Veranstaltungen mit prominenten Gästen lassen Inhalten und Themen auch über die Zeitung hinaus erlebbar werden.

Im Diskussionsteil der von IHC Präsident Dr. Reinhard Ch. Zinkann moderierten Veranstaltung wurde unter anderem das ZEIT Online-Geschäft thematisiert, das sich durch den Verkauf von Apps, Audio-Beiträgen und Anzeigen mit etwa 15 Mio. Euro Umsatz selbst trägt. Für den Servicebereich des Corporate Publishings, der unter dem Namen „Tempus Corporate“ betrieben wird, ist es laut Dr. Rainer Esser wichtig, sich klar von der klassischen Redaktion abgrenzen; Dienstleistung und freier Meinungsjournalismus dürfen sich nicht vermischen. Essers Zusammenfassung: Die ZEIT wird auch in Zukunft „mit der Zeit gehen“, dabei jedoch niemals ihren traditionellen Fokus auf Qualität und starke Meinungen verlieren.
www.zeitverlag.de

Bericht: Sandra Hankel / Fotos: Susanne Freitag

 


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